Mercedes-Benz in der Formel 3

Die Geschichte: Der erste Mercedes-Benz Formel-3-Motor (M271) wurde aus dem Serienmotor der C- und E-Klasse entwickelt. Er kam beim Auftakt der Deutschen Formel 3-Meisterschaft 2002 in Hockenheim erstmals zum Einsatz. Den ersten Sieg feierte das Formel 3-Aggregat am Nürburgring 2002 mit dem späteren DTM- und Formel 1-Piloten Markus Winkelhock. Zwischen 2003 und 2012 gewannen Fahrer mit Mercedes-Benz Motoren sieben von neun möglichen Fahrer-Titeln in der Formel 3 Euroserie. In der seit 2013 ausgetragenen FIA Formel 3 Europameisterschaft gingen bislang alle Titel an Fahrer und Teams mit Mercedes-Power. 

Der Motor: Der Mercedes-Benz F3 414 basiert auf einem für die Saison 2014 neu eingeführten, grundlegend neuen Motorenreglement, das nicht mehr zwingend die Verwendung eines auf einem Serienmotor basierenden Modells vorschreibt. Der F3 414 ist ein reiner Rennmotor mit vier Zylindern, maximal zwei Litern Hubraum und Direkteinspritzung. Im Rahmen des FIA Reglements wuchs der Air-Restrictor von 26 auf 28 mm an, was eine Leistungssteigerung zur Folge hat: Der Mercedes-Benz Formel-3-Motor leistet nun deutlich über 200 PS. Das Aggregat wurde wie sein Vorgänger vom Mercedes-Benz Motorsport-Partner HWA AG entwickelt. 

Die Nachwuchsförderung: Die Talentförderung im Motorsport hat Tradition bei Mercedes-Benz. In ihrer Formel 3-Zeit fuhren unter anderem der amtierende Formel 1-Champion Lewis Hamilton (MERCEDES AMG PETRONAS), Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel und der jüngste Sieger der DTM-Geschichte, Pascal Wehrlein, mit Motoren von Mercedes-Benz. Der Österreicher Lucas Auer ist in dieser Saison der 17. Fahrer, der in der Formel 3 mit Mercedes-Power fuhr und danach in die DTM aufstieg. Seit der erfolgreichen Einführung des AMG Kundensportprogramms eröffnen sich auch in diesem Bereich Möglichkeiten einer konsequenten Talentförderung. Der beste Beweis dafür ist der Wechsel von Maximilian Götz aus dem Rennflügeltürer in den Mercedes-AMG C 63 DTM.